Lee Miller Exhibition at Albertina Museum

Some time ago I treated myself to an annual ticket of the Albertina Museum in Vienna. I don’t go as often as I would like to, but often Fridays after work I might go for only half an hour, to lay eyes on something totally different, so I can put work and stress behind and relax. Looking at old masters can be just as enjoyable as modern art or photography. So I was curious to see the Lee Miller exhibition that is currently on display here.

Vor längerer Zeit habe ich mir eine Jahreskarte für die Albertina in Wien gegönnt. Ich gehe nicht so oft, wie ich es gern täte, aber wenn, dann meistens am Freitag nach der Arbeit, vielleicht auch nur eine halbe Stunde lang, um meinen Augen etwas anderes zu gönnen. So vergesse ich Job-Alltag und Stress und kann anfangen mich zu entspannen. Alte Meister anzuschauen finde ich genauso interessant, wie Moderne Kunst oder Fotografie. Deshalb war ich auch sehr neugierig auf die Lee Miller Ausstellung, die hier derzeit läuft.

Lee Miller started off as a fashion model in New York City and went to Paris, interested in surreal art and became a photographer. Artists Pablo Picasso, Jean Cocteau and Man Ray were only a few of her friends. After returning to NY, then living a couple of years with her husband in Egypt, she began working for London based VOGUE in 1940, initially as a fashion photographer, she was later accredited to the U.S. Army as a war correspondent.

Lee Miller begann ihre Karriere als Fotomodell in New York und ging später nach Paris, um sich dem Surrealismus zu widmen. Zu ihrem Freundeskreis zählten u.a. Pablo Picasso, Jean Cocteau und man Ray. Sie kehrte nach New York zurück, ging als verheiratete Frau mit ihrem Mann nach Ägypten und nahm einige Jahre später ihre Arbeit als Fotografin für die in London ansässige VOGUE auf. Später arbeitete sie als bei der U.S. Armee akkreditierte Kriegskorrespondentin.

Lee Miller with David E. Scherman, Lee Miller in Hiterl's Bathtub, Munich, Gemany, 1945

Lee Miller with David E. Scherman,
Lee Miller in Hitler’s Bathtub, Munich, Gemany, 1945, © Lee Miller Archives England 2015

I had expected to see Model pictures. I saw a couple of a beautiful woman. What grabbed my attention where the pictures this beautiful woman took with Life-photographer David E. Scherman: in the concentrations camps Dachau and Buchenwald of prisoners and perpetrators alike; of a pile of bones and ashes of those killed there; of a pile of dead bodies; of two German soldiers that had tried to flee in civilian clothes, but were caught and beaten up; of a dead SS guard in a canal in Dachau; of the suicide scene of Leipzig’s vice-mayor and his family. Shortly before Germany surrendered, Miller and Scherman photographed Hitler’s apartment in Munich, where this pictures was taken. It is one of the most famous war time images of their collaboration. – After the war she returned to England and suffered from stages of severe clinical depression for the rest of her life that were evoked by what she had seen in WWII.

Ich hatte geglaubt Bilder eines Fotomodells zu sehen. Aber ich sah die Fotos, die eben diese schöne Frau, zusammen mit dem Life-Fotografen David E. Scherman, gemacht hat: in den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald von Opfern wie von Tätern; von einem Knochen- und Staubberg derer, die dort ums Leben kamen; von aufgestapelten Leichen; von zwei deutschen Soldaten, die versucht hatten in ziviler Kleidung zu fliehen, aber geschnappt und verprügelt worden waren; von einem toten SS Mann in einem Kanal in Dachau, von der Selbstmord-Szene des Leipziger Vizebürgermeisters mitsamt seiner Familie. Kurz vor der deutschen Kapitulation waren Miller und Scherman in Hitlers Münchener Wohnung, wo dieses Foto entstand. Es ist eines der berühmtesten aus dieser Zusammenarbeit. – Nach dem Krieg ging sie zurück nach England, wo sie fortan unter schweren Depressionen litt, hervorgerufen durch ihre Erlebnisse im 2. Weltkrieg. 

I left the exhibition after twenty minutes and the images of what I had seen stayed with me all weekend. I’m not surprised Lee Miller got sick after what she had experienced. – The way she photographed what was in front of her lense, touched me deeply and I will go back to see again. If you are interested not only in her art(s)y pictures, but in images of the end of WWII from a different angle, then I highly recommend this exhibition!

Nach zwanzig Minuten verlies ich die Ausstellung. Die Eindrücke habe ich seither vor Augen und mich überrascht es nicht, dass Lee Miller nach ihren Erlebnissen krank wurde. Die Art und Weise wie sie die Dinge vor ihrer Linse eingefangen hat, hat mich zutiefst berührt und ich werde noch einmal hingehen und schauen. Wenn Sie nicht nur Interesse an schönen Fotos haben, sondern das Ende des 2. Weltkrieges mit anderen Augen sehen möchten, dann empfehle ich Ihnen diese Ausstellung! 

The Lee Miller exhibition at Albertina museum continues until 16th August 2015 and will then be shown at the NSU Art Museum Fort Lauderdale, Florida, USA.

Die Lee Miller Ausstellung in der Albertina geht noch bis zum 16. August 2015. Danach zieht sie weiter zum NSU Art Museum in Fort Lauderdale, Florida, USA.

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Albertina Museum

Albertinaplatz 1, 1010 Wien, +43 1 534 83 0

www.albertina.at

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for more on Lee Miller check out the website: / mehr Infos über Lee Miller gibt es hier:

Lee Miller Archives

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       🙂        Have a very HAPPY week!       🙂

       🙂       Ihnen eine sehr SCHÖNE Woche!       🙂

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Top picture Lee Miller by Man Ray, Paris, France 1929 © Lee Miller Archives England 2015

 

6 Comments
  • viveka
    Juni 8, 2015

    Interesting exhibition and very interesting photographer … never heard about her before. Really strong images. I understand that anyone that saw what was going on in the concentration camps will have difficult to erase the images.

    • happyface313
      Juni 8, 2015

      🙂 The images were really strong. They were so different from everything I had ever seen before, very close up, very simple and in the simplicity very brutal, if I may say so. But I will go again, because it really “hit” me and I am fascinated by the way she photographed and shocked at how strongly this made me feel.
      I will add the homepage address of the Lee Miller Archives to this post.
      Many hugs xo 🙂

  • nixe
    Juni 8, 2015

    Toll…da wäre ich auch gern dabei. Das interessiert mich sehr…was es alles in Wien gibt!
    Ich Kunstbanause wußte es nicht. 😳
    Liebe Grüße
    I. Nixe

    • happyface313
      Juni 8, 2015

      🙂 Woher hättest Du das auch wissen sollen? Die Ausstellung ist wirklich interessant. Ich war aber am Freitag ganz schön mitgenommen. Leider darf man in der Ausstellung nicht fotografieren und pro Medium nur 3 Fotos hochladen (eines davon hat nicht funktioniert bei mir). Aber schau Dir mal auf der Albertina Seite allein das Foto von dem toten Mann in dem Kanal in Dachau an. Das ist so ganz nah dran und so wahnsinnig realistisch. Ich kann’s nicht beschreiben. Heftig. Und gleichzeitig faszinierend, man kann nicht wegschauen.
      Falls Du mal nach Wien kommst, gehen wir zusammen in die Albertina, wenn Du magst.
      Herzliche Grüße 🙂

  • happyface313
    Juni 8, 2015

    🙂 It is interesting, very! And it evokes a mixture of feelings beyond description.
    You’re welcome here anytime, you know that – but if you can’t see it here, you can see it in FLA.
    Big hug xo 🙂

  • Sieglinde Graf
    Juni 10, 2015

    Sich dieser Art Bilder zu stellen und sie hier vorzustellen, finde ich mutig und ungewöhnlich. Du hast meinen vollen Respekt und die Fotografin natürlich erst recht. Im letzten Jahr habe ich mich viel mit dem Ende des 2. Weltkrieges befasst und vor allem mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Nicht zu fassen, wie es danach einen zweiten geben konnte!
    Deinen Blog kannte ich bisher nicht, werde aber nun öfters hier reinschauen. Interessante Themen und Mischung wie mir scheint.
    Herzliche Grüße von Sieglinde (Du hast schon mal bei mir in Facebook reingesehen bei http://www.da-sempre.de, wenn ich es richtig erinnere…)

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